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Ursprung der Nagelbilder |
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Vor einigen Jahren verlief
ich mich bei einem Parisbesuch und stand plötzlich vor einem
kleinen Laden voller alter Filmplakate, Schauspielerfotos und
faszinierender Standbilder aus alten Filmen. Ich kaufte einige
Postkarten mit Bildern des jungen Jean Gabin. Die Grobkörnigkeit
der Fotos brachten mich auf die Idee das Foto zu vergrössern
und Bildpunkte als Nägel zu setzen. In der Folgezeit
habe ich andere grobkörnige Vorlagen ausprobiert
und mittlerweile kommen die Motive auch aus dem Fernsehen
oder aus dem Internet (ich würde den
kleinen
Laden
auch gar
nicht
mehr
finden, leider).
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Mein Hintergrund |
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Allen Bildern ist gemeinsam,
dass es zunächst ein Motiv gibt, das mich fesselt oder
berührt. Die Umsetzung der Vorlage ist dann eine Analogisierung
der digitalen Welt. Das Schöne an der analogen
Welt: ein Nagel kann falsch platziert sein oder fehlen, dennoch
wirkt das Bild als Ganzes stimmig und richtig, während bei
der digitalen Vorlage ein falsches Byte die ganze Vorlage
zerstören und unbrauchbar machen kann.
Was mich beim Machen immer wieder fasziniert, ist die Phase,
wenn der Portraitierte "sehen" lernt, d.h. wenn
die Augenpartie vollendet ist.
Was auch spannend bleibt: Das Betasten der Oberfläche und der Wechsel
zwischen Nähe und Ferne. Das Bild ändert sich mit Winkel
und Entfernung aus denen Sie es betrachten.
Von nahem und schräg eine diffuse Punktwolke, gewinnt es in der Ferne
immer mehr an Bedeutung und Zusammenhang.
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Technik und Wirkung |
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Die Bilder bestehen in der
Regel aus 5000 (Abb.3) bis 11000 (Abb.7) Nägeln, die
einzeln und nacheinander gesetzt werden. Die Portraits sind
überlebensgroß. Ideal ist eine Leinwandgröße
von 1,20 x 1,00 m.
Die Bilder sollten nicht direkt mit einem Spot beleuchtet
werden und am besten aus mehreren Metern Abstand betrachtet
werden. Je diffuser die Beleuchtung, je weiter weg das Bild,
desto lebendiger erscheint der Portraitierte, weil das Auge
des Betrachters die einzelnen Nägel nicht mehr auflösen kann.
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Für wen geeignet? |
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Schön für Sie, wenn Sie ein glattes, schönes Gesicht
haben, aber schlecht für "Ihr Portrait aus Stahl". Ein glattes, junges, schlankes Gesicht
ist künstlerisch kaum interessant. Hier muss man mit Licht und Schatten oder
mit Spezialeffekten nachhelfen.
Ein Gesicht, in das das Leben seine Spuren schon eingezeichnet hat, ist wesentlich
geeigneter. Am liebsten wäre mir, Sie hätten einen richtigen
Charakterkopf. Je weniger schön Ihr Gesicht im herkömmlichen Sinne ist, desto
ausdrucksstärker und damit besser.
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Variationen |
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Grundsätzlich sind
nach Absprache farbige Fassungen möglich (Abb.7), vornehmlich
Grundierungen in Pastelltönen. Die stärkste Wirkung
wird aber durch den Kontrast zwischen weissem Bildträger
und blau-schwarzem Bildpunkt erreicht. Das ist der Grund,
weshalb ich eine klassische weisse Grundierung bevorzuge.
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Ablauf |
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Bei Interesse vereinbaren
wir ein Treffen - idealerweise in meinem Atelier. Sie können Fotos von sich mitbringen, ich kann Ihnen
sagen, ob ihre Vorlagen für ein Nagelbild taugen. Evtl.
müssen Sie
geeignete Fotos
von sich machen lassen. Bei Bedarf kann ich Ihnen einen Fotografen
empfehlen. Wir besprechen Bildträger, Rahmen, Aufhängung
und ich mache mich ans Werk. |
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So sieht Ihr Portrait aus |
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Natürlich kann ich kein
Bild "auf Probe" machen. Ein Porträt besteht aus bis
zu
10000 Nägeln und braucht gut 2 Wochen.
Aber, wenn Sie mir vorab ein Foto
von Ihnen schicken, zeige ich Ihnen unverbindlich,
wie Ihr persönliches
Portrait in Stahl aussehen würde!
Wenn Sie Interesse haben, nutzen Sie bitte die Kontaktseite oder
rufen Sie an unter
0170-9374830.
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Selbstbildnis
genagelt, 180 x 60 cm, 2000 |
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Jean
G., 60 x 40 cm, 2000 |
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Leni
R., 120 x 100 cm, 2001 |
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Marilyn,
100 x 80 cm, 2001 |
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Joschka
F., 120 x 100 cm, 2002 |
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Akebono,
120 x 100 cm, 2003 |
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